Die Anfänge

MEINE GESCHICHTE

Wie der Apostel Paulus betrachte ich mich als „den Unerwarteten“; den „Unerwarteten“ in der Entscheidung meines damaligen Bischofs Dr. Albert Kanayo Obiefuna, mich nach Österreich zu schicken. Einsatz für Kinder und Jugendliche aus ganz armen Verhältnissen wurde meine zweite Berufung nach meiner Priesterweihe (1988).

Aus der eigenen Initiative, die einer Dankbarkeit entsprungen ist, wurde ein großes Netzwerk von diversen Sozialprojekten: Schulpatenschaften, Berufsausbildung für Mädchen und Frauen, Erwachsenenschulbildung für Frauen und bedarfsorienteierte Sozialprojekte.

Veränderung beginnt eben mit der Wahrnehmung und dem guten Willen! Wir tragen alle viele existenzielle Fragen im Kopf herum und stellen sie auch oft. Wir erhalten auch oft keine zufriedenstellenden Antworten. Ergebnis: Frustration, Verzweiflung und Sinnlosigkeitserfahrung.

Spannend, wenn uns das LEBEN Fragen stellt! Dann sind WIR DIE GEMEINTEN! Dann müssen wir UNSERE ANTWORT geben! Es geht um den einzigartigen Sinn des ebenfalls einzigartigen Augenblicks; darum, dass WIR auf den SINNANRUF des Lebens hören. Und WIR finden schon UNSERE UR-MÖGLICHKEIT dazu!

Das war MEINE ERFAHRUNG in meinem Ursprungsland Nigeria im Jahr 1996. Dieses Foto von einer heruntergekommenen Volksschule – gemacht aus Enttäuschung und Empörung ohne konkrete Absichten – ist zu MEINER Antwort auf die Frage des Lebens an mich geworden.

 

Volksschule Nimo 1996

Die alte Volksschule in Nimo 1996

 

DAS ENTSCHEIDUNGSJAHR 1996

Wer einem Kind Schuldbildung ermöglicht, sichert die Zukunft einer ganzen Gesellschaft. Das war die lodernde Glut in meiner Brust, die meine Wiener-Mutter Frau Gabriele Hückel [28.05.1932-18.04.2014] (Foto) als eine pensionierte Volksschullehrerin mit einem kurzen Satz zum Glühen brachte: „Das darf doch nicht wahr sein!“

 

„ES DARF NICHT WAHR SEIN!“

Empörung ist nicht genug. Wer so spricht und reagiert, bietet agierend eine SINNVOLLERE ALTERNATIVE an.

Das tat meine „Wiener-Mutter“. Los ging es mit der FINANZIELLEN MOBILMACHUNG! „Ins Wasser fällt ein Stein“ – privat, firmenmäßig und durch Benefizveranstaltungen.

Der Stiftung der Firma „Ensinger“ in Deutschland [Rottenburg am Necker] ist der Löwenanteil an der Verwirklichung dieses großartigen Projekts für Kinder zu verdanken.

Dankbar bin ich auch meinem ältesten Bruder, der von Amerika aus finanziell hinter diesem Sozialprojekt für eine hoffnungsvollere Zukunft für Kinder und Jugendliche stand und noch steht!

Ein starkes Team in meiner ersten Pfarrgemeinde Marz in Burgenland, veranstaltete mit mir eine Benefiz „Afro-Euro-Festival“. Dem Rektor Dr. Franz Mikl und der Gemeinde „Wotruba Kirche“ in Wien verdankt das Schulprojekt eine großartige Unterstützung! Meine Lehrtherapeutin Dr. habil Elisabeth Lukas leistete Unerwartetes und Großartiges! Vielen Dank!

Den beiden Diözesen Brixen-Bozen (Südtirol) und Eisenstadt (Österreich) gebührt ein großer Dank für ihre Großherzigkeit. Dem gesamten Dorfviertel für die Zur-Verfügung-Stellung des kostengünstigen Baugrundes, dem Baukomitee sowie der Schulleitung gebührt ein großer Dank!